Energieberatung

Besserer Durchblick im „Förder-Dschungel“

Seit dem 1. Januar 2021 sind alle Kredit- und Zuschussförderprogramme auf Bundesebene in der Richtlinie „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengefasst. Bewährte Elemente bleiben bestehen oder werden weiterentwickelt (siehe Tabelle). Die BEG soll die inhaltliche Komplexität der Förderprogramme vereinfachen und sie damit zugänglicher und verständlicher machen. Reine Investitionszuschüsse für energetische Maßnahmen werden künftig beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt, alle zinsvergünstigten Kredite mit Tilgungszuschuss bei der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW). Die Nutzung der neuen Förderprogramme in der Kreditvariante wird jedoch erst ab dem 1. Juli 2021 möglich sein. Die nachfolgend beispielhaft aufgeführten Fördermaßnahmen für private Haushalte können bis dahin nur als Investitionszuschuss online bei dem BAFA beantragt werden. Alle bisher bestehenden Kreditprogramme bei der KfW werden bis 30. Juni 2021 fortgesetzt.


Wenn Sie Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik (außer Heizung) vornehmen wollen, müssen Sie einen Energie-Effizienz-Experten in das Vorhaben einbeziehen. Sprechen Sie uns gern für die Vermittlung eines Experten aus der Region an. Die maximalen förderfähigen Kosten betragen bei allen aufgeführten Maßnahmen 60.000 € pro Wohneinheit. Bei der Fachplanung und Baubegleitung für Ein- und Zwei-Familienhäuser können Kosten in Höhe von maximal 10.000 € gefördert werden. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Höhe der förderfähigen Kosten auf 4.000 € pro Wohneinheit und insgesamt auf maximal 40.000 € begrenzt. Die Förderquoten bzw. bei der Kreditvariante die maximal möglichen Tilgungszuschüsse sind in der Tabelle aufgeführt. Sie können sich um 5 %-Punkte erhöhen, wenn die Maßnahme Bestandteil eines geförderten Sanierungsfahrplanes, ebenfalls förderfähig über das BAFA, ist. Um weitere 10 %- Punkte erhöht sich die Förderung für die in der Tabelle mit * gekennzeichneten förderfähigen Heizungsarten beim Austausch einer alten Ölheizung. Die maximale Förderquote kann für eine emissionsarme Biomasseheizung dementsprechend 55 % betragen.

Bei Fragen zu den einzelnen förderfähigen Maßnahmen können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BAFA (www.bafa.de) und der KfW (www.kfw.de).

Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im Abstand von 2 Monaten u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite www.tgz-bautzen.de möglich.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
Telefax: 03591 380 2021
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de


Neue Regeln für erneuerbare Energieträger

Vor mehr als 20 Jahren, im April 2000, ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft getreten. Das ursprüngliche Ziel der Förderung des Ausbaus regenerativer Energieträger verfolgt dieses Gesetz bis heute. Im Jahr 2020 wurden ca. 490 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom in Deutschland erzeugt, davon rund 250 Milliarden kWh bzw. 50,5 % durch regenerative Energieträger. Am 1. Januar 2021 ist die mittlerweile fünfte überarbeitete Fassung des EEG rechtswirksam geworden. Im Gesetz ist die Zielstellung verankert, den Anteil der regenerativen Stromerzeugung auf 65 % bis zum Jahr 2030 zu erhöhen. Dieses Ziel will man mit verschiedenen Maßnahmen erreichen.

 Beispielsweise sind künftig Photovoltaikanlagen mit einer Leistung bis zu 30 Kilowatt (kW) bzw. einer maximalen Stromerzeugung von 30.000 kWh pro Jahr von der Zahlung der oft als „Sonnensteuer“ bezeichneten Abgabe in Höhe von 40 % der gültigen EEG-Umlage befreit. Dies gilt sowohl für neue als auch für Altanlagen, die vor 2021 errichtet wurden. Bisher lag die Bagatellgrenze bei 10 kW bzw. 10.000 kWh Erzeugung pro Jahr.

Weiterhin können Altanlagen, deren 20-jährige EEG-Vergütung eigentlich ausgelaufen wäre, eine verlängerte Vergütung des erzeugten und in das Netz eingespeisten Stromes erhalten. Für Betreiber von Windenergieanlagen an Land trifft dies bis Ende 2022 zu, für alle anderen Betreiber regenerativer Erzeugungsanlagen mit einer Leistung unter 100 kW bis Ende 2027.

Weitere Informationen zu den neuen gesetzlichen Regelungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien erhalten Sie u. a. auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im Abstand von 2 Monaten u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite www.tgz-bautzen.de möglich.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
Telefax: 03591 380 2021
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de

 


Pressemitteilung vom 08.12.2020

Verbraucherzentrale Sachsen, Energieberatung:

Allen Mietern und Hauseigentümern bietet die Verbraucherzentrale Sachsen eine anbieterneutrale Energieberatung an. Die Beratungen finden nach Voranmeldung vorerst NUR TELEFONISCH statt (kostenfrei, die Energieberatung ruft zum Beratungstermin an).

Beratungsschwerpunkte sind Strom- und Heizkosten, baulicher Wärmeschutz, Probleme mit Schimmel, Fragen zur Haustechnik, Einsatz erneuerbarer Energien, Fördermittel für energetische Sanierungen, Tipps für Neu-/Altbauten und vieles andere mehr …

Ein Termin kann unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 809 802 400 vereinbart werden. Das Servicetelefon ist Mo - Do von 8:00 - 18:00 Uhr und Fr von 8:00 - 16:00 Uhr erreichbar.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät kostenlos in allen Beratungsstellen. Auch den „Basis-Check“ führen die Berater ohne Zuzahlung beim Verbraucher durch. Die „Energie- Checks“, bei denen ebenfalls ein Berater nach Hause kommt, kosten nur 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte sind alle „Energie-Checks“ kostenfrei.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland und seit 1978 verlässlicher Begleiter auf dem Weg in eine energiebewusste Zukunft. Bundesweit stehen mehr als 600 Energieberater jährlich rund 140.000 Verbrauchern zur Seite. Sie beraten in einer unserer 900 Beratungsstellen in ganz Deutschland oder direkt zu Hause.

Orte und Termine:

Kamenz, Pfortenstraße 6 11.01.2021, 15:00 – 18:00 Uhr und jeden 2. Montag im Monat

Sebnitz, Kirchstraße 5 12.01.2021, 15:00 – 18:00 Uhr und jeden 2. Dienstag im Monat

Bischofswerda, Altmarkt 1 19.01.2021, 15:00 – 18:00 Uhr und jeden 3. Dienstag im Monat

Neustadt, Markt 24 28.01.2021, 14:00 – 17:30 Uhr und jeden 4. Donnerstag im Monat

Anmeldung Beratung erfolgt nur nach Voranmeldung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei).
Webseite https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/




 Sachsen fördert weiterhin Stromspeicher

Der Freistaat Sachsen fördert über die Sächsische Aufbaubank (SAB) weiterhin die Inbetriebnahme von Stromspeichern, die auf der Lithium-Ionen-Technologie basieren. Die Förderhöhe beträgt 1.000 € zzgl. 200 € pro Kilowattstunde (kWh) Nutzkapazität. Ein Speicher mit einer Kapazität von 5 kWh wird demzufolge mit 2.000 € bezuschusst. Die Kosten des Speichers belaufen sich auf ca. 1.000 € je kWh Nutzkapazität. Unter Berücksichtigung der Faustregel 1 kWh Nutzkapazität pro 1000 kWh Jahresstrombedarf erhält man die ungefähr zu installierende Größe des Stromspeichers. Natürlich spielen, in Bezug auf die Dimensionierung des Speichers, auch noch andere Faktoren, wie Nutzung elektrischer Geräte am Tag, Vorhandensein eines Elektrofahrzeuges, etc., eine Rolle. Lassen Sie sich vor der Installation des Speichers daher gut beraten.

Um die Förderung in Anspruch nehmen zu können, muss ihr Stromspeicher mit einer Photovoltaikanlage und dem öffentlichen Stromnetz gekoppelt sein. Die Nutzkapazität muss mind. 2 kWh betragen. Des Weiteren muss die Leistung der Netzeinspeisung der Solaranlage auf 50 Prozent der Nennleistung beschränkt sein. Dies muss vom Installateur bestätigt werden und mit dem Auszahlungsantrag bei der SAB eingereicht werden.

Förderfähig sind mit diesem Förderprogramm auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die mit dem Stromspeicher verknüpft sind. Die Ladestation muss eine Leistung von mind. 4,0 kW je Ladepunkt AC (Wechselstrom) bzw. mind. 10,0 kW je Ladepunkt DC (Gleichstrom) verfügen. Eine Ladeleistung von 4 kW und eine Ladedauer von 10 Stunden, z. B. über Nacht, erhöht bei einem Verbrauch von 15 bis 20 kWh auf 100 km Fahrleistung die Reichweite des Elektroautos um ca. 200 bis 250 km.

Wenn Sie an der Förderung eines Stromspeichers und ggf. einer Ladestation für Elektrofahrzeuge interessiert sind, denken Sie bitte daran, den Förderantrag vor Auftragsvergabe an einen Installateur bei der SAB einzureichen. Bei Fragen zur Förderung von Stromspeichern können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20 02625
Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
Telefax: 03591 380 2021
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de


Regionale Energie-Experten

Die Energieagentur des Landkreises Bautzen verweist im Rahmen ihrer kostenfreien Erstberatung von Bürgern, Kommunen und Unternehmen an die Experten aus dem Energiesektor im Landkreis.

Auf der Internetseite der Energieagentur (www.tgz-bautzen.de/energieagentur) können sich Interessierte über den Menüpunkt „Energieportal Sachsen - Landkreis Bautzen“ verschiedene Kompetenzträger aus dem Landkreis anzeigen lassen. Neben Energieberatern können u. a. auch Handwerker und Fachunternehmen für energieeffizientes Bauen und Sanieren in der interaktiven Karte eingeblendet werden. Weitere Energie-Experten finden Sie außerdem auf der durch die Deutsche Energieagentur betriebenen Webseite www.energie-effizienz-experten.de.

Unternehmen aus der Energiebranche im Landkreis Bautzen haben die Möglichkeit, sich als Experte im „Energieportal Sachsen“ listen zu lassen und werden gebeten, sich bei Interesse an die Energieagentur zu wenden.

Bei Fragen zu Energiethemen können Sie sich jederzeit gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen oder auch direkt an ein Unternehmen Ihrer Wahl wenden.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
Telefax: 03591 380 2021
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de