Energieberatung


PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 23. Juni 2022

Wohnräume bei Sommerhitze kühlen Sind die Wohnräume im Sommer erst einmal richtig aufgeheizt und die Temperaturen sinken nachts nicht auf ein erträgliches Niveau, kann die Hitze erheblichen Stress für den Organismus verursachen. Erträglichere Raumtemperaturen lassen sich mit baulichem Hitzeschutz erreichen. Martin Brandis, Energieexperte der Verbraucherzentrale, erläutert die sinnvollsten Maßnahmen.

Überhitzung vermeiden: Sonnenschutz für Fenster und Dachsanierung

Um die Sonneneinstrahlung zu verringern, sollte jedes Wohnhaus über ausreichenden Sonnenschutz verfügen. Am wirksamsten sind bei Fenstern und Fenstertüren Einrichtungen, die von außen angebracht sind. Typisch sind Rollläden, Klappläden, außenliegende Jalousien, Markisen oder Sonnensegel.

Wird es im Sommer zu warm, kann an bestehenden Häusern Sonnenschutz nachgerüstet werden. Wer dafür Vorbau-Rollläden wählt, denkt am besten an die Sicherheit und entscheidet sich für eine einbruchhemmende Variante mit Widerstandsklasse RC2 oder besser.

 Insbesondere Dachgeschosse sind im Sommer häufig die heißesten Räume im Haus. Auch hier können bestehende Häuser verbessert werden. Eine nachträgliche Wärmedämmung und Abdichtung halten die Hitze draußen. 

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind sowohl außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen als auch nachträgliche Dachsanierungen förderfähig und können jeweils mit bis zu 20 Prozent der Kosten bezuschusst werden.

 Fassaden- und Dachgrün: Sommerlicher Hitzeschutz dank natürlicher Klimaanlage

Begrünte Fassaden mindern nicht nur Verkehrslärm, sondern kühlen an heißen Sommertagen die Luft durch die Verdunstung von Wasser. Zudem wird das Aufheizen der Gebäude durch Beschattung verringert. Es müssen nicht teure vertikale Gärten mit aufwendiger Bewässerung sein. Wände beschatten können montierte Rankhilfen, an denen Kletterpflanzen die Fassade begrünen. Ausreichend Abstand zwischen Fassade und Rankgitter verhindert Schäden am Putz und an den Wänden. Auch die Begrünung von Terrasse und Balkon ist nicht nur ein Blickfang, sondern kann ein natürlicher Hitzeschutz an heißen Sommertagen sein.

Dachbegrünungen können ebenso eine kühlende Wirkung haben. Bei einem Wohnhaus sollte eine Fachplanung zurate gezogen werden, da das Gewicht von Erde, Pflanzen und abgefangenem Regenwasser die Statik des Gebäudes beeinflussen kann. Besonderes Augenmerk ist hier auf die Abdichtung zu legen.

Bei Fragen zum baulichen Hitzeschutz hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Energie Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter 0800 – 809 802 400.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Informationen zum Thema Hitzeschutz finden sich bei unseren kostenfreien Onlinevorträgen unter: https://verbraucherzentraleenergieberatung.de/veranstaltungen/.

Über uns:
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte unabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher:innen mit derzeit über 800 Energieberater:innen und an mehr als 900 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 150.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von über 100 km Länge voller Steinkohle entspricht



Pressemitteilung vom 27.06.2022

Verbraucherzentrale Sachsen, Energieberatung:

Allen Mietern und Hauseigentümern bietet die Verbraucherzentrale Sachsen eine anbieterneutrale Energieberatung an. Die Beratungen finden nach Voranmeldung telefonisch oder zu Hause statt.

Beratungsschwerpunkte sind Strom- und Heizkosten, baulicher Wärmeschutz, Probleme mit Schimmel, Fragen zur Haustechnik, Einsatz erneuerbarer Energien, Fördermittel für energetische Sanierungen, Tipps für Neu-/Altbauten und vieles andere mehr …

Ein Termin kann unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 809 802 400 vereinbart werden. Das Servicetelefon ist Mo - Do von 8:00 – 18:00 Uhr und Fr von 8:00 – 16:00 Uhr erreichbar.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät kostenlos telefonisch. Auch den „Basis-Check“ führen die Berater ohne Zuzahlung beim Verbraucher durch. Die „Energie- Checks“, bei denen ebenfalls ein Berater nach Hause kommt, kosten nur 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte sind alle „Energie-Checks“ kostenfrei.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bieten Ihnen das größte unabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 ebnet sie den Weg in eine energiebewusste Zukunft. Etwa 700 Energieberaterinnen und Energieberater sind an rund 900 Standorten in ganz Deutschland unterwegs, um mit Ihnen individuelle Lösungen zur effizienten Energienutzung zu finden.

Je nach Problemstellung und persönlichen Bedürfnissen bieten wir Ihnen verschiedene Beratungsformate, von der Telefonberatung bis zum ausführlichen Beratungstermin zu Hause.

Orte und Termine:

Kamenz, Pfortenstraße 6 telefonisch
11.07.2022, 15:00 – 18:00 Uhr und jeden 2. Montag im Monat

Bischofswerda, Altmarkt 1 telefonisch
19.07.2022, 15:00 – 18:00 Uhr und jeden 3. Dienstag im Monat

Neustadt, Markt 24 telefonisch
25.08.2022, 14:00 – 17:30 Uhr und jeden 4. Donnerstag im Monat

Anmeldung
Beratung erfolgt nur nach Voranmeldung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei).

Webseite https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de


Energiespartipps für Jedermann

Um Energiekosten einzusparen kann jeder Haushalt etwas unternehmen, denn überall, wo Verbräuche anfallen, lassen sich in der Regel auch Einsparungen erzielen. In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt (Wohnfläche 80 m², 3 Personen) verteilen sich die Energiekosten statistisch betrachtet wie folgt:

• Motorisierter Individualverkehr (Benzin 1,70 € je Liter, Jahresfahrleistung 12.500 km): ca. 1.650 € bzw. 52 % der Gesamtkosten
• Beheizung der Räume (Gas 7,0 ct/kWh, 10.400 kWh Verbrauch): 720 € bzw. 23 %
• Betrieb von Elektrogeräten (Strom 30 Cent/kWh, 1.150 kWh Verbrauch): 345 € bzw. 11 %
• Prozesswärme, z. B. Kochen und Backen (Strom 30 Cent/kWh, 800 kWh Verbrauch): 240 € bzw. 7,5 %
• Bereitstellung von Warmwasser (Gas 7,0 ct/kWh, 2.100 kWh Verbrauch): 140 € bzw. 4,5 %
• Beleuchtung (Strom 30 Cent/kWh, 200 kWh Verbrauch): 60 € bzw. 2 %

Durch geringes Umstellen des persönlichen Verbrauchverhaltens können insbesondere im Verkehrsund Wärmesektor relativ hohe Einsparungen erzielen. Nachfolgende Tipps beziehen sich bei den Einsparungen immer auf die eben für einen durchschnittlichen Haushalt genannten Zahlen.

Tipp 1 - Treibstoff sparendes Fahren

Durch Treibstoff sparendes Fahren, z. B. Ausrollen lassen, früh hochschalten (2. Gang kurz nach dem Start, 3. Gang bei 30, 4. Gang bei 40, 5. Gang bei 50 bis 60), gleichmäßiges Beschleunigen, etc., lassen sich bis zu 1,5 Liter/100 km einsparen. Beachtet man diese Maßnahmen, kann man jährlich bis zu 320 € einsparen.

Tipp 2 - richtiger Reifendruck

Laut ADAC beträgt der jährliche Mehrverbrauch in Europa durch einen zu niedrigen Reifendruck drei Milliarden Liter Treibstoff, was in etwa fünf Milliarden € entspricht. Den richtigen Reifendruck finden Sie je nach Fahrzeug an verschiedenen Stellen, z. B. auf der Innenseite des Tankdeckels. Diesen sollten Sie möglichst immer einhalten. Bis zu 0,5 Liter/100 km kann man somit einsparen und hat am Jahresende knapp 100 € mehr in der Geldbörse.

Tipp 3 - Absenkung der Raumtemperatur

Eine Absenkung der Temperatur in der Wohnung um 1° C spart 6 % Energie ein. Beim oben genannten Beispiel sind das immerhin knapp 50 € im Jahr. Noch mehr kann man einsparen, wenn die Räume nur zu den tatsächlichen Nutzungszeiten beheizt werden und ansonsten mindestens 16 Grad (Stufe 2 am Heizkörper-Thermostat) gehalten werden. Dies kann man entweder manuell per Hand am Thermostat oder automatisch mit programmierbaren Thermostaten einstellen. Ein berufstätiger Haushalt kann Berechnungen der Energieagentur zu Folge somit bis zu 20 % der jährlichen Heizkosten einsparen. Das sind immerhin knapp 150 €.

Tipp 4 - Richtiges Lüften

Das richtige Lüften im Winter kann einem deutschen Durchschnittshaushalt jährlich um die 100 € Energiekosten sparen. Man sollte lieber 3- bis 4-mal täglich ca. 5 bis 10 Minuten mit breit geöffnetem Fenster stoßlüften, als das Fenster angekippt zu haben. Letzteres kühlt die Wände stark aus und begünstigt zudem die Schimmelbildung.

Für den Betrieb elektronischer Geräte gibt es keinen herausragenden Tipp, der zu deutlichen Einsparungen führt. Hier ist es vielmehr ein Bündel vieler kleiner Maßnahmen. So kann das Trocknen der Wäsche an der frischen Luft, anstatt im Wäschetrockner, jährlich bis zu 50 € Energiekosten sparen. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, elektrische Geräte möglichst nicht im Stand-By zu betreiben. Hierbei fallen über den Tag hinweg Verbräuche an, die überflüssig sind. Auch wenn die Stand-By-Verbräuche mittlerweile überschaubar geworden sind, lassen sich mittels abschaltbarer Steckdosenleisten einige Euro im Jahr einsparen. LED-Beleuchtung gehört mittlerweile zum Standard und sollte möglichst in allen Lampen in der Wohnung eingesetzt werden, insbesondere in Räumen, wo oft das Licht angeschaltet ist, z. B. Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Partyraum.

Seit kurzem kann die neue Webseite im Internet besucht werden. Sie erreichen diese unter http://www.energieagentur-bautzen.de Dort finden Sie weitere hilfreiche Informationen rund um die Themen Energie und Klimaschutz.

Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20,
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
E-Mail: energieagentur-lkbz@tgz-bautzen.de


Kontakt:
Energieagentur des Landkreises Bautzen im TGZ Bautzen
Preuschwitzer Straße 20,
02625 Bautzen
Telefon: 03591 380 2100
E-Mail: info@energieagentur-bautzen.de


Förderung von Wärmepumpen

Förderung von Wärmepumpen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördern unterschiedliche Maßnahmen zur energetischen Aufwertung von Gebäuden. Wir stellen in diesem Artikel die Förderung von Wärmepumpen vor.

Für die Installation einer neuen Wärmepumpe kann eine Förderung entweder als reiner Investitionskostenzuschuss beim BAFA oder als zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss bei der KfW beantragt werden. Der Zuschuss beträgt in beiden Fällen 35 % der förderfähigen Investitionskosten. Ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 %-Punkten kann gewährt werden, wenn die neue Heizung Bestandteil eines individuellen Sanierungsfahrplanes ist, der von einem Energie-Effizienz Experten erstellt wurde. Dieser Fahrplan wird über das BAFA gefördert (Zuschuss in Höhe von 80 % der Beratungskosten). Des Weiteren können Sie weitere 10 %-Zusatzförderung bekommen, wenn Sie eine alte Ölheizung austauschen.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die neue Wärmepumpe auf der Liste der förderfähigen Anlagen steht. Neben der Anlage an sich werden u. a. auch die Errichtung, Sanierung oder Umgestaltung des Heiz- und Technikraumes, die Erdsondenbohrung bzw. Einbringung von Flächenkollektoren, die Installation einer Flächenheizung (Decken-, Fußboden- oder Wandheizung) und viele weitere Maßnahmen gefördert, die dem Infoblatt förderfähiger Kosten entnommen werden kann.

Der Förderantrag muss bei Beantragung der Fördermittel über das BAFA bzw. die KfW unbedingt vor der Beauftragung eines Fachunternehmens gestellt werden. Für die BAFA-Förderung muss hierzu die Internetseite https://fms.bafa.de/BafaFrame/begem aufgerufen werden. Bei der KfW-Förderung muss man zunächst einen Finanzierungspartner finden, der dann den KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss beantragt. Weitere Informationen zur KfW-Förderung finden Sie unter www.kfw.de/261.

Bei Fragen bzw. bei Interesse an der Zusendung der genannten Dokumente können Sie sich gern an die Energieagentur des Landkreises Bautzen wenden.

Haben Sie sich schon für den Newsletter der Energieagentur angemeldet? Dieser bietet im regelmäßigen Abstand u. a. kompakte Informationen zu Themen mit Energiebezug im Landkreis Bautzen, zu neuen Förderprogrammen und berichtet über aktuelle Themen der Energieagentur des Landkreises. Die Anmeldung ist auf der Webseite www.tgz-bautzen.de/energieagentur möglich.

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